Mobile Klimageräte sind schnell gekauft und brauchen keinen Techniker – aber sie sind laut, ineffizient und kühlen nur begrenzt. Wann sie trotzdem die richtige Wahl sind, und wann Sie besser eine Split-Anlage nehmen.
Das Grundproblem des Monoblocks
Ein mobiles Gerät bläst die Abwärme durch einen Schlauch aus dem gekippten Fenster. Der entstehende Unterdruck saugt warme Außenluft durch Ritzen und Türen nach – ein Teil der Kühlleistung wird sofort wieder aufgefressen. Dazu steht der Kompressor im Raum, was 55 bis 65 dB(A) bedeutet (eine Split-Anlage: 19 bis 25 dB(A) innen). Die Effizienz (EER) liegt bei 2,5 bis 3,0 gegenüber SEER 6 bis 10 bei Split – pro Kilowattstunde Kälte zahlen Sie also zwei- bis dreimal so viel Strom. Details zur Berechnung im Stromkostenrechner, wo auch ein Monoblock zur Auswahl steht.
Wann ein mobiles Gerät trotzdem sinnvoll ist
In Mietwohnungen ohne Erlaubnis des Vermieters für eine Außeneinheit, in Räumen, die nur an wenigen Tagen im Jahr gekühlt werden, als Überbrückung bis zur Split-Montage, und wenn das Budget unter 400 € liegt. Wichtig ist dann eine Fensterabdichtung (Abdichtungs-Kit für 20 bis 40 €), ein möglichst kurzer, gedämmter Abluftschlauch und ein Gerät mit mindestens 2,6 kW (9.000 BTU) für 20 bis 25 m².
Die Alternative: Split ohne große Baumaßnahme
Viele wissen nicht, dass Split-Anlagen auch in Mietwohnungen möglich sind, wenn der Vermieter zustimmt – das Außengerät kann auf dem Balkon stehen, die Leitung geht durch eine 6-cm-Kernbohrung. Ein Einstiegsset wie die Mitsubishi MSZ-HR25 kostet mit rund 900 € plus Montage etwa das Dreifache eines guten Monoblocks, spart aber jedes Jahr 50 bis 100 € Strom, ist unhörbar und kann heizen. Über zehn Jahre ist Split fast immer günstiger. Die Verbraucherzentrale kommt in ihrer Bewertung zum selben Ergebnis.
Kaufkriterien für mobile Geräte
Kühlleistung mindestens 2,6 kW für 25 m², EER über 2,8, Lautstärke unter 60 dB(A), Timer und Schlafmodus, Kondensatverdunstung (sonst muss der Tank geleert werden), und ein Abluftschlauch mit maximal 1,5 m Länge. Geräte mit zwei Schläuchen (Zu- und Abluft) sind deutlich effizienter, aber selten. Eine Übersicht aktueller Monoblock-Geräte im Fachhandel bietet der Fachhandel; wer stattdessen gleich zum Split-Gerät greift, findet die Mitsubishi MSZ-HR25VFK bei RheinCool als günstigsten Markeneinstieg.
